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Interview mit Lasse Hansen

Azubi bei der Gebr. Friedrich Werft GmbH & Co. KG

Ich hab einfach Bock aufs Schrauben!

Schon als Sechsjähriger werkelte Lasse Hansen an Autos herum, heute repariert er Schiffsmotoren. Seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bietet ihm täglich neue Herausforderungen, eine tolle Arbeitsatmosphäre und viel frische Seeluft.

Hallo Herr Hansen, Sie machen eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bei der Schiffswerft Gebr. Friedrich. War das schon immer Ihr Traumberuf?

Ich wusste schon früh, dass ich etwas Handwerkliches machen möchte. Bereits als Sechsjähriger habe ich mit meinem Vater zusammen an seinem Mercedes herumge-schraubt, Bremsen repariert oder Reifen gewechselt. Das ist heute noch mein Hobby: Wenn ich durch die Gegend fahre und es klappert irgendwo, dann geh ich sofort auf Fehlersuche! Bei Gebr. Friedrich habe ich mich beworben, weil ich in diesem Bereich ganz viel Neues lernen und unbedingt in meiner Heimat Kiel bleiben wollte.

Was genau lernen Sie in Ihrer Ausbildung?

Wir haben hier auf dem Gelände die Abteilungen Schiffbau, Feinblechnerei und Rohrschlosserei sowie eine Zerspanungsabteilung, das hat viel mit Drehen, Fräsen und Bohren zu tun. Während der Ausbildung habe ich zum Beispiel Buchsen für einen Werkzeugtisch gedreht oder Befehle für eine computergesteuerte Fräse programmiert. Ich arbeite mit allen Materialien, von Plastik über Aluminium bis hin zu Stahl.

Ist es für Sie etwas Besonderes, auf einer Werft zu arbeiten?

Auf jeden Fall. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, diesen Beruf woanders auszuüben! Zusammen mit meinem Gesellen bin ich viel auf Schiffen unterwegs. Letztens saßen wir 4 Wochen in einem Maschinenraum und haben von morgens bis abends ge-schraubt, um zwei riesige Motoren auszubauen. Wir reparieren auch Propeller oder Antriebswellen. Die Arbeit ist abwechslungsreich, weil jedes Schiff anders ist und ich immer neue Iden brauche, um die Aufgaben zu lösen. Klar, ich verzweifle auch mal, aber es ist immer jemand da, der mir weiterhilft. Die Arbeitsatmosphäre ist toll.

Da hat man sofort ein Bild im Kopf: Sie im Blaumann, im Hintergrund Möwengeschrei …

Ja, man wird schon richtig dreckig und hat immer irgendwo was kleben. Unter Deck gibt es viel Öl, Schmutzwasser oder Abwasser, da tropft überall was runter. Zimper-lich darf man für den Job nicht sein, man muss auch mal was hochheben oder mit einem Hammer irgendwo draufhauen. Aber ich brauche abends keinen Sport mehr und kann nachts echt gut schlafen!

Ein Bürojob wäre also nichts für Sie?

Nee, das hab ich ausprobiert, das ist gar nicht meins! Ich fühle mich im Büro richtig eingesperrt, wie in der Käfighaltung. Draußen am Wasser zu arbeiten ist super! Wir sind nicht nur auf der Werft, sondern auch auf Montage, zum Beispiel am Marinestützpunkt. Manchmal dürfen meine Kollegen sogar nach Kreta fliegen, um dort vor Ort ein Schiff zu reparieren. Ich bin auch nach der Arbeit total gerne am Wasser, am liebsten beim Leuchtturm am Falkensteiner Strand. Neulich fuhr da ein Lotsenboot vorbei und ich dachte: Ha, da hab ich schon mal drauf rumgeschraubt! Das ist ein schönes Gefühl, das schockt schon!

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